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Stadtwerke Nienburg bauen Wasserstoffproduktion und Tankstelle für ÖPNV und Schwerlastverkehr

21.06.2021

Stromerzeugung, Wasserstoffgewinnung und Tankstelle an einem Ort

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Nienburg hat grünes Licht für die Wasserstoffproduktion und den Bau einer entsprechenden Tankstelle im Gewerbegebiet Südring gegeben. Damit geht jetzt ein in dieser Konstellation bundesweit einmaliges Projekt in die konkrete Umsetzung:  Mittels „grünem“ Strom wird an Ort und Stelle „grüner“ Wasserstoff erzeugt und – ebenfalls vor Ort – direkt vertankt. CO2-Ersparnis im ersten Step: rund 260 Tonnen pro Jahr.

Das Prinzip ist ebenso simpel wie überzeugend: Zwei Windkraftanlagen und ein Solarpark erzeugen den Strom, mit dem direkt nebenan in einem Elektrolyseur von der Größe eines Überseecontainers Wasserstoff aus Wasser gewonnen wird. Dieser Wasserstoff ist ein zu 100 Prozent regenerativer und CO2-neutraler Energieträger.

In ihrer ersten Ausbaustufe ist die Tankstelle für den Schwerlastverkehr ausgelegt – eben den Sektor, der beim Thema Verkehrswende das meiste Kopfzerbrechen bereitet, denn für Lkw und Busse ist die „klassische“ E-Mobilität keine Option. Als erster Abnehmer ist die Stadtbus-Gesellschaft geplant, die zwei Busse mit Brennstoffzellen-Antrieb betanken wird. Steigt der Bedarf, lässt sich die Anlage problemlos ausbauen. Mit rund 10.000 Quadratmetern ist der Flächenbedarf der ersten Stufe überschaubar.

Thomas Breer, Geschäftsführer der Stadtwerke Nienburg, ist stolz darauf, in der Kreisstadt an der Mittelweser „gemeinsam und über alle Fraktions- und Unternehmensgrenzen hinweg ein wirklich praxistaugliches Beispiel für klimaneutrale Mobilität umzusetzen“: Das Konzept der standortintegrierten Strom- und Wasserstoffgewinnung nebst Vertankung des „grünen“ Energieträgers vor Ort lässt sich dank des modularen Aufbaus von Hybrid-Kraftwerk und Tankstelle praktisch überall einsetzen, wo Energie benötigt wird. Die dezentrale Energieversorgung macht den Bau neuer Leitungstrassen überflüssig und vermeidet außerdem Kosten und Verluste beim Transport der Energie.

Die Kosten für das Projekt sind auf rund fünf Millionen Euro veranschlagt. Baubeginn ist noch in diesem Jahr und die Fertigstellung für das Ende kommenden Jahres geplant.

Hier finden Sie unsere Informationsbroschüre Wasserstoff - unterwegs in die mobile Zukunft

Dieses Projekt wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Informationen erhalten Sie unter www.europa-fuer-niedersachsen.de.