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15 neue Ladesäulen für E-Autos. Nienburg Energie investiert in Ladeinfrastruktur / Günstiger Fahrstrom auch für zuhause

13.05.2017

no-imgVON MANON GARMS NIENBURG. Die Harke 13.05.2017

Noch immer gibtes viele Vorbehalte gegenElektroautos: Sie fahren nichtweit genug, sind zu langsam, und wenn man eine Ladesäule braucht, ist keine da. Was das Laden betrifft, will die Nienburg Energie die Stadtjetzt nach vorne bringen und so auch etwas zur größeren Akzeptanz von Elektroautosbeitragen. „Wir wollen in die öffentliche Ladeinfrastruktur investieren“, sagt GeschäftsführerNorbert Witt.

Insgesamt sind 15 öffentliche Ladesäulen mit 24 Ladepunkten in Planung. Für Nienburg ist das eine deutliche Verstärkung, denn aktuell gibt es lediglich drei Ladesäulen auf öffentlichen Parkplätzen–am Wesavi (vonder Nienburg Energie), aufdem Schloßplatz und auf dem Amalie-Thomas-Platz (beidevon den Wirtschaftsbetrieben) – sowie neun halböffentliche Ladesäulen, die meist von Firmen zur Verfügung gestellt werden. Nienburg Energie plant ihre Ladesäulen in den Parkhäusern am Hafen und am Bahnhof, in der Tiefgarage am Rathaus, bei der GBN, bei McDonald‘s und bei Nienburg Energie selbst. „Weitere Ladepunkte sind in Vorbereitung“, kündigt Prokurist Thomas Breer an. Wichtig ist Nienburg Energie, dass ihre öffentliche Ladeinfrastruktur einfach, benutzerfreundlich, intelligent und vernetzt ist: „Jeder muss dort tanken können“,erklärt Breer. Bezahlen sollen die Autofahrer per Paypal, Kredit- oder Ladekarte.Die Ladekarte für die LadenetzKunden der Nienburg Energie hat laut Breer folgende Vorteile: Mehrwert durch Preisvorteil an öffentlichen Ladesäulen der Nienburg Energie, deutschlandweite Nutzung der öffentlichen Ladeinfrastruktur und automatische Nutzererkennung (Plug & Charge). Außerdem wird eine kostenlose Hotline geboten, und es können zusätzliche Hilfsprogramme perApp in Anspruch genommen werden – zum Beispiel Informationen über Standorte und Verfügbarkeit der Ladesäulen. Für die Nienburg Energie ist die Ladekarte natürlich eine Möglichkeit, Kunden ansich zu binden. Für andere Kunden soll das Laden aber auch mit externen Karten möglich sein. Zusätzlich zur öffentlichen Ladeinfrastruktur will die Nienburg Energie günstigen Fahrstrom nach Hause liefern. „Es ist nämlich davonauszugehen, dass 80 bis 90 Prozent der benötigten Energie zu Hause getankt wird“,sagt Witt. Vor diesem Hintergrund soll zum 1.Juli der„Ladestrom-Öko“ an den Start gehen. Er soll über einen separaten Zähler geliefert werden und dadurch mit einem Preisvorteil von brutto bis zu 35 Prozent deutlich günstigerals „normaler“ Haushaltsstrom sein. „Es ist kein separater Hausanschluss, sondern ein separater Zähler“, betont Breer. Darüber ließen sich bis zu 300 Euro im Jahr sparen.Dieser Rechnung zugrunde liegt ein Fahrstrombedarf von 2500 Kilowattstunden pro Jahr, entsprechend einer Fahrleistung von rund 15000 Kilometern. Geschäftsführer Witt kann sich durchaus vorstellen, dass die Vorhaben der Nienburg Energie für viele eine Initialzündung sein könnte, sich ein E-Auto anzuschaffen. Zudem denke man bereits über weitere Projekte wie Car-Sharing und eine Ladesäuleninfrastruktur für E-Biker im Bereich des Weserradweges nach. Im Bereich Car-Sharing sind Nienburg Energie und GBN bereits mit gutem Beispiel vorangegangen: 2015 haben sich beide ein gemeinsames Dienstfahrzeug – ein Elektroauto – zugelegt. Diesen Weg will Witt auch weitergehen: „Stadtwerke und Nienburg Energie werden ihre Fahrzeugflotte mittel- bislangfristig auf E-Mobilität umstellen. Wenn Fahrzeuge auslaufen, werden sie sukzessive durch Elektro-Fahrzeuge ersetzt“, kündigt der Geschäftsführer an. Und eine Ankündigung hat er noch: Die Ladesäule am Wesavi ist ab dem 15. Mai kostenpflichtig. „Die Säule wird gut frequentiert, und die Testphase des Gratistankens endet jetzt“, sagt Witt.